Oberbürgermeisterwahl in Zwickau und die Wahl zum Landrat im Landkreis Zwickau

Bald ist es wieder soweit, alle Zwickauer sowie viele weitere Städte und Gemeinden rufen zur Wahl auf. Seit einiger Zeit hängen nun schon wieder verschiedenste Wahlplakate im Landkreis Zwickau. Wir als Kreisschülerrat haben uns nun aber gefragt, wo wir als Schüler und Erstwähler eine Übersicht zu diesen Wahlen finden. Deshalb haben wir uns überlegt, eine solche Übersicht mit allen Kandidaten zu erstellen. Kurz vor der Wahl haben wir deshalb allen Kandidaten noch einmal die Möglichkeit gegeben, ein paar Fragen zu beantworten.  

Geht zur Wahl und entscheidet mit, wie es mit der Region in den nächsten Jahren weitergehen soll und  beteiligt euch an der Demokratie in unserem Land.

Wenn Ihr selbst noch nicht wählen dürft, dann  schleift eure Eltern zur Wahlurne und helft ihnen bei der Entscheidung.

Auch gewählt wird in Glauchau, Limbach-Oberfrohna, Hartenstein, Lichtenstein, Meerane, Oberlungwitz, Waldenburg, Crinitzberg, Hartmannsdorf, Hirschfeld, Niederfrohna und Schönberg.

Wie wird gewählt? 

Zu dieser Wahl wird direkt gewählt, das bedeutet, dass ihr bei der Wahl am Sonntag einen Kandidaten (direkt) mit Namen wählen könnt und nicht nur eine Partei (indirekt).

Was müsst Ihr mitbringen?

Eine Meinung, euren Personalausweis und eure Wahlberechtigung (per Post bekommen).

Oberbürgermeister Wahl Zwickau

Kandidaten

Dr. Pia Findeiß – SPD (derzeitige Amtsinhaberin)

  

Wie sind Sie zur Politik gekommen und was motiviert Sie persönlich dieses Amt zu übernehmen?

Ich bin durch die politische Wende 1989/90 und meine damalige Tätigkeit an der Pädagogischen Hochschule zur Politik gekommen. Hauptmotivation ist für mich, dass ich gerne Oberbürgermeisterin bin. Ich arbeite gern mit meinem Team in der Stadtverwaltung und dem Stadtrat zusammen und es freut mich, dass ich in den letzten Jahren manches zum Wohle der Stadt Zwickau bewegen konnte.

Was würden Sie als Erstes ändern oder anregen, wenn Sie das Amt übernehmen?

Ich möchte zunächst die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre so weiterführen. Das betrifft vor allem die Fortsetzung unserer verantwortlichen Haushaltspolitik. In den nächsten sieben Jahren wird Zwickau schuldenfrei. Zweitens möchte ich mich weiterhin für bedarfsgerechte Investitionen in unsere Infrastruktur einsetzen. Und drittens gilt es, für die weitere Entwicklung von Gewerbeflächen und der Innenstadt die Zuordnung von Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung neu zu regeln.

Was möchten Sie in Zukunft für junge Leute und junge Familien machen?

Auch hier setze ich auf Kontinuität. Wir werden weiter in die Sanierung von Schulen und Kindergärten investieren. Ich wünsche mir, dass wir die freiwilligen sozialen Leistungen der Stadt in diesem Umfang erhalten können. Die Qualität der Zwickauer Bildungslandschaft von der Kita bis zur WHZ ist schon auf einem hohen Niveau. Die Möglichkeiten für familienfreundliches Wohnen möchte ich weiterentwickeln.

Internetadresse: www.pia-findeiss.de
Dr. Michael Luther – CDU

 

Wie sind Sie zur Politik gekommen und was motiviert Sie persönlich dieses Amt zu übernehmen?

Ausschlaggebend war für mich die Zeit vor der friedlichen Herbstrevolution 1989, weil das Leben in einer Diktatur, in der es gefährlich war, eine eigene politische Meinung zu haben, für mich unerträglich war. Das hat dazu geführt, dass ich im Herbst 1989, wo die Menschen ihren Unmut gegen das System auf die Straße trugen, begonnen habe, mich politisch zu engagieren, im November 1989 in die CDU eintrat und auf den Montagsdemonstrationen in Zwickau für Freiheit, freie Wahlen und die deutsche Einheit warb. Das direkte Erleben der Stadtpolitik als neugewählter Stadtrat und die Aufforderung vieler Zwickauer Bürger, bitte für das Amt des Oberbürgermeisters anzutreten, ließen in mir den Gedanken reifen, mich dieser Verantwortung zu stellen. 
Was würden Sie als Erstes ändern oder anregen, wenn Sie das Amt übernehmen?

Meine wichtigsten Wahlziele sind die Stärkung der Wirtschaftsförderung und die Belebung der Innenstadt. In den letzten Jahren ist zwar vieles auf sozialem und sportlichem Gebiet geschehen, aber wenn wir in Zukunft im Wettbewerb mit anderen Regionen bestehen wollen, müssen wir uns wirtschaftlich besser aufstellen und von den Kompetenzen des Hochschulstandortes Zwickau besser partizipieren. Ziel ist es, mehr qualifizierte Arbeitsplätze für Zwickau zu generieren, damit mehr junge Leute ihre berufliche Zukunft in Zwickau sehen.
Was möchten Sie in Zukunft für junge Leute und junge Familien machen?

Wenn sich junge Menschen für Zwickau entscheiden sollen, dann steht die Frage, was sie wollen. Es muss interessante Arbeitsplätze, genügend Betreuungsplätze für Kinder, eine fundierte Bildung und Ausbildung für die Kinder, attraktiver Wohnraum in einem schönen Wohnumfeld und genügend preiswerte Einfamilienhausstandorte geben und das Angebote an Kultur- und Freizeitgestaltung muss jedem etwas bieten.

Wir müssen vorhandene Denkverbote aufbrechen und neues ausprobieren, weil Kulturangebote, wie das Theater, die Stadthalle und vieles anderes mehr zwar sind wichtig, aber nicht ausreichen, wenn man die Jugend ansprechen will. 

Internetadresse: 

kontakt@michael-luther.de

www.michael-luther.de
Jörg Ungethüm – FDP

  

Wie sind Sie zur Politik gekommen und was motiviert Sie persönlich dieses Amt zu übernehmen?

Ich finde, man sollte nicht nur schimpfen oder gar resignieren, sondern sich dafür entscheiden, selbst Verantwortung zu übernehmen, um Veränderungen herbeizuführen. Glaubwürdigkeit, Bürgernähe, Durchsetzungsvermögen, die Fähigkeit, Situationen schnell zu überblicken und Probleme zu lösen sowie eine hohe Kommunikationsfähigkeit, worüber ein Oberbürgermeister neben fachlichem Wissen verfügen sollte, bringe ich mit. In meiner Partei bin ich Mitglied des Kreisvorstandes und des Stadtvorstandes Zwickau, was durch die Mitarbeit in zwei Landesfachausschüssen ergänzt wird. 

Was würden Sie als Erstes ändern oder anregen, wenn Sie das Amt übernehmen?

Menschen müssen motiviert werden, sich aktiv für das politische Geschehen zu interessieren und sich einzubringen, weshalb mehr Bürgerbeteiligung und Transparenz erforderlich sind. Ich würde sofort damit beginnen, für Zwickau eine zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik umzusetzen, um möglichst schnell neue Unternehmen anzusiedeln, die der Stadt über die Einnahmen aus der Gewerbesteuer mehr finanziellen Spielraum einräumen. Mit Gewerbeansiedlungen entstünden innovative, gut bezahlte, neue Arbeitsplätze, die den Menschen der Region eine Perspektive bieten.

Was möchten Sie in Zukunft für junge Leute und junge Familien machen?

Mir liegt es am Herzen, dass junge Leute von einer hervorragenden schulischen Bildung, einem Angebot an attraktiven Arbeitsplätzen und der Möglichkeit eines qualifizierten Hochschulstudiums in der Stadt profitieren können. Dies muss durch ein vielfältiges und abwechslungsreiches sportliches und kulturelles Angebot ergänzt werden. Eine Erhöhung der Attraktivität der Innenstadt ist ein weiterer Baustein für ein lebenswertes Zwickau.

Internetadresse: 

www.fdp-zwickau.de 

www.fdp-sachsen.de

Sven Itzek – AfD

Wie sind Sie zur Politik gekommen und was motiviert Sie persönlich dieses Amt zu übernehmen?

Ganz klar basiert meine Motivation auf einer gewissen Politikverdrossenheit. Politisch schon immer interessiert, aber wie viele meiner Freunde und Geschäftspartner vom Politikgeschehen enttäuscht, trat ich vor etwa 2 Jahren in die Partei ein, in der ich mich zum damaligen Zeitpunkt am Besten wieder gefunden habe. Ich wollte nicht mehr nur „meckern“, sondern selbst aktiv Handeln. Ich werde echte Bürgerbeteiligung leben und völlig neue Dialogformen zwischen Bürgern und Verwaltung nutzen. (…)
Was würden Sie als Erstes ändern oder anregen, wenn Sie das Amt übernehmen?
Geld spielt wie überall eine wichtige Rolle. Das heißt für mich ganz klar, ich werde das Thema Haushalt besonders beleuchten. Natürlich müssen auch personelle Entscheidungen auf den Tisch, um die vorhandenen Kompetenzen in der Verwaltung zu fördern. (…)
Was möchten Sie in Zukunft für junge Leute und junge Familien machen?
Die Jugendlichen stehen vor tausenden Möglichkeiten ihren Weg zu gehen. Grenzen verschwinden und die hohe Geschwindigkeit der Entwicklungen gibt viel Raum für Gestaltung.

Ich möchte das junge Menschen trotz aller Optionen Zwickau mit Heimat verbinden. (…)

(…) Rest des Statments auf Anfrage

Thomas Gerisch – Freie Wähler

  
Wie sind Sie zur Politik gekommen und was motiviert Sie persönlich dieses Amt zu übernehmen?

Während meines Jurastudium habe ich mit Demokratie und gesellschaftlichen Veränderungen beschäftigt. Auf der Suche nach einer politische Heimat beschäftigte ich mich mit den sog. etablierten Parteien und musste feststellen, dass durch deren Doktrin für politische Querdenker und Freigeister etliche Blockaden errichtet wurden. Das wollte und will ich mir nicht antun. So kam ich zu den „Freien Wählern“.
Was würden Sie als Erstes ändern oder anregen, wenn Sie das Amt übernehmen?

Meine erste Amtshandlung wäre die Wirtschaftsförderung und hierbei die Ausweisung von großflächigen Gewerbeflächen für Industrie- und Gewerbeansiedlungen. Zwickau braucht mehr Einnahmen und auch gutbezahlte Arbeitsplätze, das sichert nicht nur Einnahmen für die Stadt, sondern gibt auch jungen Fachkräften neben einen kulturellem und sportlichen Angebot eine Chance zum Hierbleiben. Wir können nur Ausgeben was wir vorher eingenommen haben, die Rücklage ist bald aufgebraucht und dann…? Stadtentwicklung ist langfristig für Jahrzehnte zu entwickeln.

Was möchten Sie in Zukunft für junge Leute und junge Familien machen?

Junge Leute und Familien brauchen neben einer beruflichen Zukunft in Form von Arbeitsplätzen auch die entsprechenden sportlichen und kulturellen Angebote. So dürfen Veranstaltungen nach 24 Uhr nicht einem Denkverbot unterliegen. Großveranstaltungen sind Werbeträger und bringen Menschen in unsere Stadt. Die Stadt muss dazu die notwendige Unterstützung geben und helfen wo es nur geht, ebenso wie bei der Wirtschaftsförderung. Zwickau bietet schon heute viel mehr als die Zwickauer selbst über sich erzählen.

Wahl zum Landrat im Landkreis Zwickau

Kandidaten 

Dr. Christoph Scheurer – CDU (derzeitiger Amtsinhaber)

  

Wie sind Sie zur Politik gekommen und was motiviert Sie persönlich dieses Amt zu übernehmen?

In der Zeit des Neuaufbaus nach der friedlichen Revolution 1989 galt es, glaubwürdige Vertreter in Politik und Verwaltung zu finden. Dieser Anfrage habe ich mich gestellt. Motivation ist mir der Wille und die Möglichkeit, für unsere Bürger zu gestalten.

 Was würden Sie als Erstes ändern oder anregen, wenn Sie das Amt übernehmen?

Ich will kontinuierlich das weiterführen, was ich in den letzten Jahren getan habe.

 Was möchten Sie in Zukunft für junge Leute und junge Familien machen?

 Die Bildungsmöglichkeiten erhalten und qualitativ ausbauen. ​Familien- und Kinderfreundlichkeit als wichtigen Grundsatz in noch mehr Politikbereiche tragen. ​Junge Menschen zum Mittun und Mitreden in unserer Gesellschaft ermutigen.

Sandro Tröger – Linke 

  

Wie sind Sie zur Politik gekommen und was motiviert Sie persönlich dieses Amt zu übernehmen?

Ich habe mit 16 Jahren als Schüler angefangen, mich politisch zu engagieren, denn Demokratie lebt vom mitmachen. Wer nicht will, dass andere über ihn politisch bestimmen, muss sich selbst einmischen. Für das Amt des Landrates kandidiere ich, weil wählen können bedeutet, dass man eine Auswahl zwischen verschiedenen Personen und Inhalten hat.
Was würden Sie als Erstes ändern oder anregen, wenn Sie das Amt übernehmen?

Als erstes will ich mich dafür einsetzen, dass die Kommunen einen gerechteren Anteil am Steueraufkommen erhalten. Was technisch klingt, heißt im Grunde genommen, dass auch in den kommunalen Haushalten „ohne Moos nix los“ ist. Denn ohne ausreichende finanzielle Mittel können wichtige Projekte zum Beispiel in der Kinder- und Jugendarbeit nicht erhalten bzw. auf die Beine gestellt werden.
Was möchten Sie in Zukunft für junge Leute und junge Familien machen?

Für junge Menschen sind verschiedene Punkte wichtig: nach Ausbildung oder Studium einen guten Arbeitsplatz finden, attraktiver Wohnraum zu annehmbaren Preisen, gute Kinderbetreuung und Schulen für den eigenen Nachwuchs, attraktive Einkaufsmöglichkeiten, ein breites Angebot an Kultur und Sport. Dies kann der Landrat nicht allein leisten, aber er muss bei jeder politischen und verwaltungstechnischen Entscheidung diese Interessen im Blick behalten. 

Mehr Infos unter:

http://www.dielinke-zwickau.de/wahlen/landratswahl/

http://www.freiepresse.de/LOKALES/ZWICKAU/ZWICKAU/Gekommen-um-es-wieder-zu-versuchen-artikel9193658.php
Dr. Christian Klostermann – FDP

  
Wie sind Sie zur Politik gekommen und was motiviert Sie persönlich dieses Amt zu übernehmen?

Ich habe mich schon in der Schule in der damals so genannten Schülerselbstverwaltung engagiert und erfahren, dass man etwas bewegen kann, wenn man aktiv wird. 

Was würden Sie als Erstes ändern oder anregen, wenn Sie das Amt übernehmen?

Viel mehr mit den Bürgern reden. Schulen und Turnhallen in Ordnung bringen. 

Was möchten Sie in Zukunft für junge Leute und junge Familien machen?

Dafür sorgen, dass junge Menschen gerne im Landkreis Zwickau leben und hier bleiben, weil sie hier eine gute Ausbildung und interessante Freizeitangebote finden. 

Internetseite:

www.fdp-zwickau.de

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